Wer beim nächsten abendlichen Picknick mit seiner Liebsten mit etwas mehr Halbwissen als nur 'Ich glaub das da is der große Wagen' punkten will, sollte einen Laptop dabei haben, auf dem die kostenlose Software Stellarium installiert ist. Damit läßt sich der Sternenhimmel mit all seinen romantischen Einzelheiten erkunden und benennen. Nun, nich ganz alle, das Universum soll ja echt groß sein, aber mehr als 120.000 klassifizierbare Sterne sollten erstmal reichen. Man kann seinen genauen Standort eingeben und schon sieht man alles das, was man sonst wegen zu starkem Dunst und städtischer Beleutung nicht erkennen kann. Athmosphäre, Horizont, Sternenbilder, Planeten, Sterne, Nebel und Himmelsraster lassen sich ein- und ausblenden, benennen und heranzoomen.
Die dargestelle Himmelskonstellation enspricht exakt der momentanen Wirklichkeit. Aber auch in Zukunft und Vergangenheit darf man mittels Timescrolling blicken. So kann man beispielsweise den Verlauf des Lieblingsplaneten oder Sternzeichen über die Jahrtausende im Zeitraffer verfolgen. Oder einfach nur mal schnell nachschauen, wie das gerade entdeckte Funkelchen denn eigentlich heißt, wie viele Lichtjahre es entfernt, wie groß, wie hell oder wie schnell es ist. Das eingeblendete Landschaftsbild läßt sich mit jedem 360°-Image austauschen. Auch kann man diverse zusätzliche Scripts, Datenbänke und Nebelfotos installieren.
Ein tolles Programm, was zwar nicht unbedingt zu den nützlichsten gehört, aber doch viel Spass macht. Zum Zeitpunkt meiner Geburt stand Venus mit Krebsbild und Sonne in diagonaler Korrelation, was immer das auch bedeuten mag.
Ist übrigens auch eine für Beamer sehr geeigntete Anwendung...
Auch als Taschenhimmel
Für Besitzer eines Nintendo DS gibt es übrigens ein zweckverwandtes Programm. ConstellationsDS bietet ähnliche Funktionen, wenn auch in stark abgespecktem Umfang. Da dies ein Homebrew-Projekt ist, kommt es ebenfalls kostenfrei daher. Dabei ist allerdings eine zusätzliche Hardware notwendig, nämlich z.B. M3-Simply oder irgend eine andere flash card, die es ermöglicht nds-Dateien auf den DS zu kopieren.
13. August 2007
Hol' mir die Sterne runter
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Enderling
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Labels: Planetarium, Software, Sterne, unterwegs
Books, anybody?

Bei meiner letzten ICE-Fahrt -Hannover-Berlin, freitags, Stehplatz vor'm Klo- ist mir wieder die steigende Gadgetsdichte aufgefallen (ja, das auf dem Bild ist gar kein Zug sondern ein Bus). Noch vor gar nicht so vielen Jahren bin ich mir manchmal wie ein Marsianer vorgekommen, wenn ich statt mit Büchern und Zeitschriften auch mal mit elektronischen Beschäftigungsgegenständen in der beengten Öffentlichkeit verweilte ('Sagn se, is das son Empeedreipleier?'). Das hat sich gravierend geändert, natürlich. Heute hat es fast Seltenheitswert, wenn man in öffentlichen Verkehrmitteln jemandem lesen sieht, also von echtem Papier, Gedrucktes, mit ausgefransten Ecken und Reingekritzeltem. Wenn überhaupt, dann gibt es noch Magazine, Tageszeitungen oder hin und wieder Studienunterlagen. Bücher? Nein. Wer sagt, er sähe die noch oft, der war in der Regionalbahn.
Ob das jetzt eine gute oder schlechte Entwicklung ist? Mir eigentlich egal.
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Enderling
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10. August 2007
Unförmige Umsatzverhinderer
Mir war der Tabak ausgegangen, also auf zum Kiosk. Schon von Weitem konnte ich sie sehen, die Silhouette der Belagerung. Eine von den Personen, die da eigenlich immer stehn, wenn man mal schnell sein Kleingeld loswerden muss. Mir tun die 'Trinkhallen'-Betreiber wirklich leid, die sich täglich das trungene Geseier ihrer Stammkunden anhören müssen. Als ich dann im Dunstkreis des schnatternden Kugelfischweibchens angekommen war, welches keinerlei Anzeichen machte, dass sie mir den Thresen kurz überlassen würde, damit ich meine Bestellung abgeben kann, überkam mich der Ekel vollends und ich machte ohne Rauchgut kehrt.
Zwanzig Minuten später, beim zweiten Anlauf, atmete ich (zunächst) erleichtert auf, die Meckermatrone war weg. Der Grund: Kioskrollos waren unten. Feierabend um 14 Uhr. Kann ich aber gut verstehen.
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Enderling
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